Besuch bei der Hospizinitiative

Herberge der Lebensfreude

… ein Tageshospiz

Schülerinnen und Schüler der 9C besuchten im Rahmen des Religionsunterrichts die Herberge der Lebensfreude in Hersbruck. Sie wurden überraschend von einem kleinen Hündchen begrüßt, das sie durch alle Räume begleitete.

Zum ersten Mal fand die Begegnung und das Gespräch mit Mitarbeitenden der Hospizinitiative der Caritas im Nürnberger Land nicht im Klassenzimmer, sondern in neu geschaffenen hellbunten Räumen im Teresio-Olivelli-Haus in der Grabenstraße statt. Hier ist ein Tageshospiz entstanden, in welchem noch mobile, schwerkranke Menschen mit einem guten Essen oder anregenden Gesprächen von geschulten Mitarbeitenden Aufmerksamkeit außerhalb ihrer gewohnten vier Wände erhalten.

„Was ist ein Hospiz? Warum braucht es solche Orte der Zuflucht für Menschen in den letzten Lebenstagen? Was können Menschen in ihrer letzten Lebensphase in diesem Haus alles machen? Werden auch außergewöhnliche Wünsche erfüllt wie ein Besuch auf der Zugspitze? Wie ist das, mit Menschen zusammen zu sein, die ihr Lebensende nah vor Augen haben?“ Solche und ähnliche Fragen standen im Mittelpunkt einer Gesprächsrunde mit zwei Mitarbeiterinnen der Hospizinitiative, bevor alle Räume besichtigt werden konnten.

Einige Schüler und Schülerinnen berichteten von eigenen Erfahrungen mit der Pflege und der Begleitung älterer Menschen und waren erstaunt, dass man die Ausbildung zum ehrenamtlichen Hospizbegleiter noch nicht mit 14 machen kann. Sie äußerten sich ein wenig enttäuscht, dass sie nicht in direkten Kontakt mit Gästen des Hauses der Lebensfreude gekommen waren. Der Lebensfreude kann man nicht nur innerhalb des Hospizes sondern auch außerhalb begegnen.

Thomas Wrensch

Religionslehrer der 9C

Szenenfoto aus „Robin – watch for wishes“ – ein Film, der das Thema Sterben und Tod zum Thema hat (mit freundlicher Genehmigung FilmCrew, München, 2018)