Unsere Photovoltaik AG

Vandalismus versus Engagement

Auch zum mehr als zwanzigsten Male fand sich in diesem Schuljahr eine Schüler-AG zum Thema Photovoltaik zusammen. Einige Schüler aus der Klasse 9aI bildeten den Kern des Teams:

Das Team 

Sie mussten sich dem Vandalismus-Schaden an einem PV-Modul stellen, der Ende des letzten Schuljahres festgestellt wurde.

Vandalismus 2017

Die Anlage funktioniert weiterhin, aber mit reduzierter Energie-Ausbeute.

Dennoch zeigten die Team-Mitglieder viel Engagement bei der Betreuung der Anlage und präsentierten eifrig und mit viel Hingabe Photovoltaik-Experimente am Tag der offenen Tür.

Experimente am Tag der offenen Tür

Leider kam es in diesem Schuljahr wieder zu Vandalismus-Schäden an der Anlage, denn Modulträger wurden verschoben und Erdleitungen verbogen. Aber auch im weiteren Dachbereich an der Blitzschutzanlage und an den Absperrelementen waren Beschädigungen zu finden.

Vandalismus 2018
Vandalismus 2018

Ersatzmodule werden voraussichtlich vom SEV kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Und um weitere Schäden zu vermeiden, sind geeignete Maßnahmen durch den Sachaufwandsträger, dem Landkreis Nürnberger Land, vorgesehen.

 

Gerhard Oswald

 

 

MINT-Kooperation mit CTWe

Pump it up

Wir bauen eine Kolbenpumpe – eine Kooperation mit der Firma CTWe

Auch in diesem Schuljahr wurden die Schülerinnen und Schüler der neunten Klasse des naturwissenschaftlichen Zweiges eingeladen, sich für das Projekt „Come with me“ im Rahmen unserer MINT-Kooperation mit der Firma CTWe GmbH aus Henfenfeld zu bewerben.

Neun Schüler und eine Schülerin qualifizierten sich nach einer schriftlichen Bewerbung zur Teilnahme und gingen das diesjährige Projekt – den Bau einer Kolbenpumpe – engagiert an. An drei Nachmittagen, jeweils von 13:00 bis 16:00 Uhr arbeiteten sie fleißig an der Umsetzung des gefassten Planes. Unterstützt wurden sie dabei von Tanja Fenzel, Julian Hippmann und Alexander Vogler, die alle drei für die Firma CTWe arbeiten.

Beim ersten Treffen war zudem Frau Wendler anwesend – die Frau des Firmengründers – und gab allen Teilnehmern ihre Bewerbungsmappen mit hilfreichen Hinweisen und Vorschlägen für weitere Bewerbungen zurück. Dann stellte Herr Hippmann den Beruf des technischen Produktdesigners vor, in dessen Ausbildung er gerade selbst steckt. Frau Fenzel berichtete anschließend über die Firma CTWe und dann machten sich die Schüler an ihre erste Aufgabe: Die Zeichnung einzelner Bauteile und ihre richtige Bemaßung. Hier erklärte Herr Vogler das richtige Vorgehen und wichtige Details. Und damit jeder das Bauteil genau vor Augen hatte, erhielt endlich jeder seinen eigenen Bausatz.

Der zweite Nachmittag widmete sich schließlich dem Bau der Pumpen. Alle tüftelten und schraubten fleißig, bauten die Einzelteile und schließlich auch die nötige Elektronik zusammen und so brachte jeder erfolgreich seine Maschine zum Laufen. Bei jeder wurde getestet, wie lange sie zum Pumpen eines halben Liters Wasser benötigt. Und es gab tatsächlich deutliche Unterschiede!

Am letzten Nachmittag wurden noch mögliche Modifizierungen getestet, die die Pumpen noch besser machen könnten und eine genaue Kosten-Nutzen-Rechnung erstellt. Wie viel kostet ein Einzelstück in der Produktion? Welche einzelnen Kosten fallen an? Ab welcher Stückzahl lohnt sich die Anfertigung überhaupt? All das wurde erklärt und diskutiert.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei der Firma CTWe GmbH Henfenfeld für die tolle Vorbereitung, Durchführung und Zusammenarbeit!

Und hier noch einige Fragen von Dana Maul und Lara Kellner an die Teilnehmer des Projekts:

  1. Wieso hast du beim CTWe-Projekt mitgemacht?
    Der Beruf technischer Produktdesigner scheint interessant zu sein und ich weiß noch nicht genau, was ich nach der Schule machen möchte. Durch das Projekt konnte ich mir ein gutes Bild dieses Berufs machen und ich konnte mir neues Wissen aneignen.
  2. Was habt ihr gemacht?
    Wir haben zuerst zu den jeweiligen Bauteilen Skizzen angefertigt und durften dann selbst eine Kolbenpumpe bauen.
  3. War das schwer?
    Es war teils schwer, doch die Mitarbeiter von CTWe halfen einem, wenn Probleme auftraten.
  4. Wie waren die Mitarbeiter von CTWe?
    Sie waren sehr aufgeschlossen, hilfsbereit und freundlich.
  5. Würdest du das nochmal machen?
    Ja, da es mir sehr viel Spaß bereitete und ich ein Zertifikat bekam, welches praktisch für Bewerbungen sein kann.
  6. Wie lange habt ihr für das Projekt gebraucht?
    Insgesamt drei Nachmittage, wobei das Bauen der Pumpe selbst nur einen Nachmittag gedauert hat.
  7. War etwas nicht so gut und wenn ja, was?
    Ich bin vollkommen zufrieden und habe an dem Projekt nichts auszusetzen.
  8. Was für Erwartungen hattest du und wurden sie erfüllt?
    Meine Erwartungen waren, dass ich etwas über das Berufsbild des technischen Produktdesigners erfahre, über den Aufbau und die Funktion einer Kolbenpumpe und dass es mir Spaß macht.
    Die Erwartungen wurden vollstens erfüllt und es war im Endeffekt sogar interessanter als zuerst vermutet.

Teilnehmer aus der Klasse 9a:

Maximilian Holzmann, Fabian Polster, Max Rösel, Steffen Schertl, Leon Greiner, Lukas Kalb, Luca Hippmann, Simon Bauer, Nele Raum-Deinzer, Jannik Steinhauser

 

Barbara Meidl

Forschen in den Fächern Bio, Physik und IT

Auch im 4. Jahr „Forschen in Natur und Technik“ ist das Interesse seitens der Schüler sehr groß.

Ein besonderes Highlight war in diesem Jahr die Exkursionen der Forscher der fünften Klassen zur Firma Diehl. Dort konnten die Kinder mit Hilfe der Azubis „Pollino“ (eine an Händen und Füßen blinkende Figur) bauen. Dazu durften sie selbst löten, Widerstände einbauen sowie an „echten“ großen Maschinen bohren und feilen.

Forschen bei Diehl
Forschen bei Diehl2
Forschen bei Diehl3

Forschen im Fach Bio (5. und 6. Jahrgangsstufe)

Neben den grundlegenden Themen, wie dem Ablauf von wissenschaftlichen Experimenten und der Sicherheit beim Experimentieren, konnten wieder einige eigene Ideen der SchülerInnen und Lehrkräfte umgesetzt werden:

  • In Teams wurden zu eigenen Fragen aus dem Bereich der Pflanzenkeimung selbstständig Experimente entwickelt und durchgeführt. So wollten die Schüler z. B. wissen, auf welchem Untergrund Kresse am besten keimt oder welche Gießflüssigkeiten für die jungen Pflänzchen verträglich sind.
  • Die Forscher der Klasse 5a veranstalteten einen „Haustiertag“, an dem sich die SchülerInnen gegenseitig über ihre Haustiere und deren artgerechte Haltung informierten und Kaninchen, Schildkröte und Meerschweinchen mitbrachten.
  • Ebenfalls auf Wunsch der SchülerInnen wurden verschiedene „Glibber-Slime“ Rezepte verglichen und getestet.
  • Unsere Forscher haben in den vergangenen Jahren herausgefunden, dass Blaukrautsaft ein guter Indikator ist, da er jeweils unterschiedliche Farben bekommt. Diese Forschungsergebnisse wurden nun weiterentwickelt und mit Säuren und Laugen kreative Bilder auf in Blaukrautsaft getauchtes Papier gemalt bzw. Eier gefärbt.
  • Einige fachgemäße Arbeitsweisen wie mikroskopieren, Pflanzen und Tiere bestimmen, Umgang mit dem Gasbrenner usw. wurden geübt.
  • Die Forscher der 6. Klasse befassten sich mit weiteren chemischen Untersuchungsmethoden. So lernten sie, wie man Stoffe unterscheiden kann und wie man Stoffgemische (z. B. Farben) trennen kann.
    Dabei kam es auf sauberes Arbeiten in einer bestimmten Reihenfolge an.
  • Eine weitere Aufgabe bestand darin, Pflanzenwirkstoffe in eine Salbe einzuarbeiten.

Sandra Distler und Barbara Ratke

 

Forschen im Fach Physik (5. Jahrgangsstufe)

Die Physiker unter den Forschern haben sich mit allerlei Fragen rund um das Thema Wasser beschäftigt:

  • Was passiert, wenn man ein mit schwarzem Filz- / Folienstift oder Edding oder Fineliner bemaltes Filterpapier in Wasser taucht?
    Kann man damit Bilder malen?
  • Wie schnell löst sich ein Stück Zucker in Wasser auf?
  • Wie viel Zucker kann man überhaupt in Wasser auflösen?
  • Wie reagiert Wasser mit verschiedenen Stoffen?
  • Hat bei all diesen Experimenten die Wassertemperatur eine Bedeutung?
  • Wie kriegt man einen „Berg“ Wasser?
  • Welche Brückenformen gibt es?
  • Welche selbstgebaute Brücke ist am stabilsten?

Der Höhepunkt aber ist das Herstellen von Badepralinen in der Vorweihnachtszeit bzw. von Handcreme zu Ostern, die als kleine Geschenke sicherlich die Mamas und Omas erfreut haben.

Jana Meyer

Forschen im Fach Informationstechnologie (6. Jahrgangsstufe)

Im Fachbereich IT beginnen die Schülerinnen und Schüler in der 6. Jahrgangsstufe mit dem „Forschen“. Den Anfang machten in diesem Schuljahr die Mädchen und Jungen der Klasse 6b, die den Unterricht im ersten Halbjahr besuchten.

Wirklich alle kamen jede Stunde begeistert und motiviert an, um gleich mal wieder „loszuforschen“ und viel Neues zu entdecken und auszuprobieren. Beim Arbeiten am PC lernten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Programme kennen, mit denen sie experimentieren durften. Alle Beteiligten wurden im Umgang mit den zahlreichen Funktionen immer sicherer und es entstanden zahlreiche kreative Ergebnisse. Auch der Wunsch, das Schreiben auf der Tastatur komplett zu erlernen, kam auf, wozu die Zeit allerdings wirklich nicht ausreicht, und wir deshalb nur ein paar Griffwege erarbeiten konnten.

Auch in den Bereich „Technisches Zeichnen“ haben wir ein bisschen hineingeschnuppert, wo es am Anfang vor allem um das Skizzieren ging. Es wurden z. B. Strecken verdoppelt oder halbiert, parallele Linien ergänzt oder vorgegebene Fliesenmuster „verlegt“. Danach wurden einfache Zeichnungen sowohl mit der Hand als auch mit dem PC (CAD) erstellt. Dabei stand immer auch das genaue und saubere Arbeiten im Mittelpunkt, um möglichst realitätsnahes Arbeiten zu simulieren.

Die Klasse 6b wurde im Halbjahr dann durch die Forscher der Klasse 6a abgelöst, die mit der gleichen Begeisterung bei der Sache waren wie ihre Vorgänger.

Anja Schubert

 

Exkursion zum Pumpspeicherwerk Happurg

Pumpspeicherkraftwerke liefern zu Spitzenzeiten Strom, d.h. wenn ein erhöhter Energiebedarf besteht. In der Nacht, bei einer Überkapazität im Netz, wird das Wasser aus einem tiefer gelegenen See zurück in ein Oberbecken gepumpt. Hierdurch wird die überschüssige elektrische Energie in Form von Lageenergie des Wassers gespeichert und kann so jederzeit schnell wieder zur Verfügung stehen. Die Schülerinnen und Schüler der bayerischen Realschulen lernen diese Energieumwandlungen und die dazugehörigen Berechnungen bereits in der achten Jahrgangsstufe kennen. Im Laufe der weiteren Schuljahre werden die Kenntnisse ständig wiederholt und erweitert, so dass das Themengebiet „Grundlagen der Energieversorgung“ in der Abschlussprüfung Physik einen eigenen Platz einnimmt. „Exkursion zum Pumpspeicherwerk Happurg“ weiterlesen

Exkursion in den „Turm der Sinne“ Nürnberg

Im Februar und März widmete sich die Forschergruppe den menschlichen Sinnen. Zunächst standen Experimente zum Sehen und optische Täuschungen im Mittelpunkt. Durch den Bau einer Lochkamera konnte man sich den Sehvorgang recht gut vorstellen. Weiter ging es mit dem Thema Akustik, bei dem wir den Schall und seine Ausbreitung untersuchten. Experimente zu den Sinnen Schmecken, Fühlen und Riechen waren in der Schule nicht optimal durchzuführen. Was lag also näher als den „Turm der Sinne“ in Nürnberg zu besuchen? „Exkursion in den „Turm der Sinne“ Nürnberg“ weiterlesen