Wie groß ist dein ökologischer Fußabdruck?

Im Februar folgte die Fachschaft Geographie der Einladung des Kultur-Bahnhofs-Hersbruck zur interaktiven Woche des Klimas mit dem Titel „Klimawandel ist Kulturwandel“

Den eigenen ökologischen Fußabdruck zu erforschen erfolgt im Unterricht meist über Tabellen und komplizierte Rechnungen. In der Ausstellung „Vom Fußabdruck zum Handabruck“ konnten die Klassen nun äußerst anschaulich erfahren, auf welch großem Fuße wir in Deutschland leben und an welchen Stellschrauben man drehen könnte, um einen positiven Beitrag zu leisten.

„Wie viele Kilometer fliegen Sie im Jahr?“

„Wie stark heizen Sie?“

„Wie viel Geld geben Sie pro Monat für weitere Konsumgüter wie Kleidung, Unterhaltungsmedien, Bücher, Restaurantbesuche … aus?“

„Wie oft essen Sie Fleisch und Wurst?“

Je nach Antwort durften die Schülerinnen und Schüler Wasserkellen in einen Kanister schöpfen, farbige Plättchen anlegen, Holzscheiben stapeln und Klötzchen gegeneinander aufwiegen. An vorgegebenen Maßstäben ließ sich nun ganz leicht der individuelle Verbrauch ablesen und regte zum Nachdenken über den eigenen Lebensstil an.

Die Verantwortung für den eigenen „Handabdruck“ muss nun jeder selbst übernehmen.

Rettet den tropischen Regenwald

 

Am 08.02.2024 machte sich die Klasse 5b zusammen mit Frau Kohl-Czertzick und Frau Reif auf zu einem Abenteuer ins Kinder- und Jugendmuseum nach Nürnberg.

Einen Vormittag durften die Schülerinnen und Schüler mit allen Sinnen hautnah erleben, was der tropische Regenwald alles zu bieten hat. Angefangen vom Basteln einer Halskette aus Kokosnuss, über das Probieren und Riechen von exotischen Lebensmitteln bis hin zu lebenden Tieren.

Gleichzeitig setzte sich die Klasse damit auseinander, warum der Tropische Regenwald und all seine Pflanzen, Tiere und Bewohner ein absolut schützenswerter Raum ist. Außerdem lernten die Jugendlichen, wie auch wir Hunderte von Kilometern entfernt im Alltag dazu beitragen können, dass der Tropische Regenwald erhalten bleibt. Zum Beispiel, in dem wir auf Produkte mit Palmöl verzichten, recyceltes Papier verwenden und unseren Fleischkonsum etwas einschränken. Das alles wiederum kommt auch uns zugute, denn der tropische Regenwald ist ebenso wichtig für das Weltklima und das betrifft uns bekannterweise alle!

Eine Reise durch unser Sonnensystem

Inspiriert von Alexander Gerst, dem ersten Deutschen, der 2018 die Funktion des Kommandanten auf der internationalen Raumstation übernehmen durfte, erarbeiteten die Klassen 5a und 5b eine eigene Planetenausstellung. Hierzu bildeten sie Kleingruppen und bekamen einen Planeten unseres Sonnensystems zugelost. Danach sammelten sie gemeinsam Informationen mithilfe von Texten, dem Internet (z.B. auf www.fragfinn.de) und Büchern (z.B. Was ist was?), anschließend erstellten die Schülerinnen und Schüler einen Steckbrief mit Fakten und Besonderheiten zu ihrem Planeten. Zu guter Letzt durften die Gruppen eine Styroporkugel (Planet) farblich passend gestalten und ein Plakat für die Ausstellung anfertigen. Natürlich wurden die besten Plakate prämiert! Hier sehen Sie die Gewinner.

Beate Reif, StRin (RS)

Was hat dein Handy mit Afrika zu tun?

Ein ganz schön provozierender Satz für Schüler und Schülerinnen einer 7. Klasse. So beginnt ein Artikel in der Hersbrucker Zeitung*, den wir im Geographieunterricht gelesen haben. Er berichtet von einem Mädchen, das mit unserem Elektroschrott ein wenig Geld verdient. Die Arbeit ist sehr gefährlich, wie wir lesen konnten, denn in Accra, der Hauptstadt von Ghana, liegt die größte Elektroschrott-Müllkippe Afrikas. Kinder und Jugendliche verbrennen hier unsere alten Handys, um an das noch verwertbare Metall zu kommen. Dass der Elektroschrott hochgiftig ist, ist für sie nebensächlich.

Doch selbst bei der Herstellung von Smartphones müssen Kinder täglich 12 Stunden in Minen in der Demokratischen Republik Kongo mitarbeiten, um die wertvollen Bodenschätze wie Coltan oder Tantal zu gewinnen. Das Land liegt übrigens im tropischen Regenwald. Bei der weiteren Recherche zu diesem Thema (www.abenteuer-regenwald.de/bedrohungen/handy) stießen wir auf weitere erschreckende Informationen. Dabei hat uns die Zahl 206 ganz schön zum Nachdenken gebracht, denn geschätzte 206 Millionen Althandys liegen ungenutzt in deutschen Schubladen herum.

Gerade diese Handys könnten sinnvoll wiederverwendet werden, denn ihn ihnen steckt sozusagen nicht nur bares Gold … Bodenschätze, die mühsam gewonnen wurden und dringend gebraucht werden, um neue Elektrogeräte herzustellen.

Was also tun?

Die Idee einer Sammelaktion in der Schule war geboren, die wir nun gründlich vorbereiten mussten. Informationen sammeln, aktiv werden und Fragen klären, z.B. Wohin schicken wir unsere Handys? Wie erreichen wir unsere MitschülerInnen? Wo sollte die Sammelkiste stehen?

Wir schließen uns nun der bayernweiten Sammelaktion „Die Handyaktion Bayern“ an, deren Ziel es ist, am bayerischen Kirchentag am Pfingstmontag den evangelischen Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm mit alten, kaputten Handys aufzuwiegen. Dazu sind mehr als 1000 Handys nötig, die dann in Kooperation mit der Telekom fachgerecht recycelt oder dem Secondhand-Markt zugeführt werden. Nähere Informationen findest du unter www.handyaktion-bayern.de.

Um unsere MitschülerInnen zu erreichen, haben wir eigene Aufrufe gestaltet und sie im Schulhaus ausgehängt.

(Bilder der Aufrufe)

Mach auch du mit! 

  • In deiner Schublade liegt bestimmt ein altes Handy, das du nicht mehr nutzt.
  • Entferne den Akku und die Speicherkarte!
  • Bringe es bis zum 10. Mai 22 ins Sekretariat, dort steht unsere Sammelbox!

Und was kannst du in Zukunft tun?

  • Kaufe ein Smartphone, das du selbst reparieren kannst, z.B. ein „Fairphone“oder „Shiftphone“.
  • Nutze dein Mobilphone so lange wie möglich, es muss nicht immer das neuste Modell sein, das auf den Markt kommt.
  • Wenn das Handy kaputt ist, dann lass es reparieren.
  • Verschenke oder verkaufe dein altes Smartphone, gib es beim Händler zurück oder nutze derartige Sammelaktionen, damit trägst du zum Schutz der Regenwälder bei.

Klassen 7b und 7d

Susanne Donhauser

*Zeitungsartikel: Nürnberger Nachrichten, 23.01.2021

Südamerika im Distanzunterricht

SchülerInnen ließen ihrer Kreativität freien Lauf

Im Geographieunterricht lernen die SchülerInnen der 8. Klasse den Doppelkontinent Amerika genauer kennen. Naturgeographische und städtische Strukturen, Landwirtschaft und Bevölkerung waren Themen, die genauer unter die Lupe genommen wurden.

Einen Leitfaden zur Erstellung der Themenhefte und die Erläuterungen bekamen die SchülerInnen noch im Präsenzunterricht. In den ersten Wochen des Distanzunterrichts fertigten sie nun in Eigenregie ihre kleinen Kunstwerke an. Die wöchentlichen Onlinekonferenzen dienten in diesen Arbeitswochen als Fragestunden und zum Abgleich der bereits bearbeiteten Themengebiete.

Den meisten SchülerInnen machte das Gestalten großen Spaß und sie sahen es als Ausgleich zu den anderen schulischen Arbeiten. Das Zeichnen war sogar eine Art Entspannung, wie manche berichteten.

Damit auch die MitschülerInnen die Kunstwerke betrachten konnten, wurden in den darauffolgenden Wochen immer wieder ein paar Exemplare im Onlineunterricht über die Kamera präsentiert. Das diente natürlich auch zur Auflockerung der Videokonferenzen. Die Mehrheit würde ein solches Themenheft im nächsten Jahr zu einem anderen Themengebiet sogar gerne wieder erstellen.

Auf derartige Produkte unserer SchülerInnen im Distanzunterricht können wir doch stolz sein!

Aber seht selbst:

Petra Kohl und Franziska Wolf, 8. Klassen

Chips im Geographieunterricht?

Na klar! Europa in der Dose …

Die leere Dose dient hervorragend als Box für ein Länderportrait.

Die SchülerInnen der Klassen 6a und 6d erhielten per Losentscheid ein europäisches Land und erstellten hierzu ein Länderportrait. Glücklich schätzte sich, wer die bekannten Urlaubsländer Italien oder Spanien zog, doch die geheimen Gewinner waren diejenigen, die ein eher unbekanntes Land zogen, sie begaben sich auf eine echte Entdeckungsreise.

Je nach Bastelvorliebe durften auch einfache Plakate oder aufwändigere Lapbooks erstellt werden. So konnte jeder nach seinen Vorlieben sein Land präsentieren. Die Inhalte bildeten die typischen geographischen Fragestellungen:

Steckbrief:

  • Gestalte eine Europakarte und kennzeichne die Lage des Landes mit seiner Hauptstadt.
  • Male die Flagge des Landes.
  • Hat dieses Land eine geographische Besonderheit, z.B. einen großen Berg, bekannte Flüsse, bedeutende Städte?

Klima / Wetter:

  • Findest du ein Klimadiagramm zu diesem Land?
  • Wie ist das Wetter dort im Moment (Oktober/November)?

Tourismus:

  • Wie / Womit fährt man von uns aus am besten dorthin?
  • Warum macht man dort Urlaub und welche bekannten Sehenswürdigkeiten sieht man sich an?

Landwirtschaft / Ernährung:

  • Welche Nahrungsmittel werden dort vor allem angebaut?
  • Welches Gericht essen die Menschen dort am liebsten?

Die Ergebnisse waren überzeugend!

Länderportraits Klasse 6a

 

 

 

 

 

 

 

 

Länderportraits Klasse 6d

 

 

 

 

 

 

 

 

Lapbook Estland

 

 

 

 

 

 

 

 

Länderdose

Klasse 6a+d

Susanne Donhauser

Ein Nachschlagewerk für den Geographieunterricht

Themenheft Deutschland

Die naturräumliche Gliederung Deutschlands wirft viele spannende Fragen auf:

  • Wie unterscheiden sich die Küsten von Nord- und Ostsee?
  • Was ist der „Alte Schwede“?
  • Warum ist es dort so flach?
  • Wie sind unsere Mittelgebirge, z.B. der Harz oder die Eifel entstanden?
  • Was haben die Seen im Alpenvorland mit den Eiszeiten zu tun?
  • Stimmt es wirklich, dass die Alpen noch immer in die Höhe wachsen?

Die Klasse 9d hat hierzu recherchiert und die Antworten in kleinen Nachschlagewerken gesammelt. Herausgekommen sind dabei wirklich kreative Themenhefte:

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Klasse 9d

Susanne Donhauser

Geographie – kunterbunte Vielfalt

Nicht nur thematisch erstreckt sich unser Fach über eine Bandbreite an Themen, auch die Ergebnisse bei eigenständiger Bearbeitung sind im wahrsten Sinne „kunterbunt“.

Sehr viel Mühe und Liebe zum Detail stecken SchülerInnen in die Darstellung ihrer Präsentationsmedien. Sie entstehen am Ende der Bearbeitung von gestellten Aufgaben, einer ausführlichen Recherche und der kreativen und anschaulichen Aufbereitung von Inhalten.

Die selbstständige Ergebnissicherung in Form von Lapbooks und Themenheften eignet sich gut, um erdkundliche Themen sichtbar und eben auch (be-) greifbar zu machen.

Hier eine kleine Auswahl dieser kreativen Ergebnisse zu folgenden Themen:

  • Themenhefte zu Russland (Klasse 7b, Ende des letzten Schuljahres)
  • Lapbooks zu den Bundesstaaten in den USA (Klasse 8c und 8d im bilingualen Unterricht)
  • Lapbooks zu Amazonien in Lateinamerika (Klasse 8d)
  • Themenhefte zu Nordafrika und Westasien (Klasse 7c, 7d)
Themenheft Russland – Die Fanmeile 🙂
Themenheft Russland – Deckblatt
Themenheft Russland – Klimazonen
Amazonien – Paula Dietrich, 8d
Amazonien – Lena Gabsteiger, 8d
Deckblatt zum Themenheft, Jule Liebl

 

Deckblatt zum Themenheft, Laura Pilhofer
Deckblatt zum Themenheft, Nele Ertel
Themenheft Nordafrika – Die orientalische Stadt, Nele Ertel
USA – Colorado (8cd bilingual)
USA – Kentucky (8cd bilingual)
USA – Nevada (8cd bilingual)
USA – South Carolina (8cd bilingual)

Fachschaft Geographie, Petra Kohl

Amazonien im Lapbook

Ein Lapbook ist eine kleine oder größere Mappe, die sich mehrfach aufklappen lässt.
Dabei kann man in weiteren kleinen Faltbüchlein, Leporellos, Kreisbüchern, Umschlägen, Taschen und Klappkarten immer wieder neue Informationen entdecken. Es ist eine kreative und verstärkt handlungsorientierte Alternative zum gewohnten Plakat, das erlernte Inhalte ebenfalls übersichtlich wiedergeben soll.
Da ich als Lehrkraft eine derartige Auseinandersetzung mit einem Thema zuvor noch nie in einer Klasse praktiziert hatte, wählte ich für meinen ersten „Lapbook-Unterricht“ die Klasse 8c aus, die gerne selbstständig arbeitet und offen für freiere Unterrichtsformen und Experimente ist.
Das Thema sollte Amazonien sein, die Schüler erhielten Fragestellungen, zu deren Beantwortung sie die Inhalte im Erdkundebuch erarbeiten mussten.

Hierzu gehörte zum Beispiel das Abwägen der Vor- und Nachteile der „Transamazonica“, die Nutzung und das Ausmaß der Zerstörung des tropischen Regenwaldes oder auch der faire Handel von Bananen. Die grundlegenden Informationen zum tropischen Regenwald (Klima, Stockwerkbau, Verbreitung) konnten sie im Erdkundeheft der 7. Klasse nachlesen und in Form eines Steckbriefes in ihr Lapbook einfügen.
Die Vorgaben zum Lapbook selbst ließ ich mangels Vorerfahrung meinerseits völlig offen, lediglich zusammengeklappt musste es DIN A 4 ergeben. Ein Beispiellapbook diente als Anschauungsmaterial und Ideengeber.
Über mehrere Erdkundestunden erarbeiteten sich die Schüler in Gruppen oder alleine die Fakten und bastelten, klebten und falteten an ihren Informationseinheiten, brachten von zu Hause Bilder, Wäscheklammern, Schnüre, Baumrinde (!!!) oder Landkarten mit.

Das Engagement der Schülerinnen und Schüler der Klasse 8c war enorm und entwickelte eine Eigendynamik, deren Ergebnisse ich an dieser Stelle vorstellen möchte.

Susanne Donhauser