Sachbücher von der Rolle

Die Klasse 6c erhielt im Deutschunterricht den Auftrag, sich ein Sachbuch zu einem Thema auszuwählen, das sie besonders interessiert, und dieses Buch mithilfe einer Leserolle der Klasse vorzustellen. So enterten zahlreiche Schülerinnen und Schüler in der Pause kurzerhand die Schülerbücherei und fanden schnell Sachbücher zu spannenden Themen.

Das Lesen des Sachbuches erfolgte zuhause. In den Deutschstunden erhielt die Klasse unterschiedliche Wahl- und Pflichtaufgaben, die nach und nach zu bearbeiten waren. Die Ergebnisse fügten die Kinder am Ende zu einer langen Papierrolle zusammen und steckten diese in eine passend zum Thema gestaltete Dose.

Am Tag der Präsentation diente die Leserolle als Gerüst für die Buchvorstellung. Durch „Wusstest du, dass ….“ -Fragen wurden die Zuhörer neugierig aufs Thema gemacht, sie erhielten einen fachlichen Einblick ins Thema und bekamen auch eine Textstelle vorgelesen. Am Ende wurde die Möglichkeit, gezielt Fragen zu stellen, eifrig genutzt.

Babett Schauer

Weihnachtszeit ist Lesezeit …..

…. und so freuten sich die Leseratten der Klasse 6c auf ein ganz besonderes Erlebnis. Am Donnerstag vor den Weihnachtsferien strömten am Abend aufgeregte Kinder ins Klassenzimmer. Voll bepackt mit Luftmatratzen, Knabbereien und natürlich den Lieblingsbüchern hieß es erst einmal: Schlafplatz finden, Luftbetten aufpusten, Nachtlager herrichten.

Als das endlich erledigt war, marschierte Frau Schauer mit ein paar Schülerinnen und Schülern ins nahe gelegene Einkaufcenter, um die Zutaten fürs Abendessen einzukaufen. In der Zwischenzeit bereitete die restliche Klasse gemeinsam mit Herrn Kratochvill die Küche vor und stellte eine festliche Tafel in der Aula auf.

Es war gar nicht schwierig, fleißige Helferlein zum Pizzabacken zu finden – schließlich schmeckt es ja um so besser, wenn man das Essen selbst zubereitet. Die Köchinnen und Köche konnten gar nicht so schnell Nachschub liefern, wie die hungrige Rasselbande gefuttert hat. Aber es wurden doch alle satt – selbst die Lehrer fanden ein paar ruhige Minuten, um sich ihre Pizza schmecken zu lassen.

Nach dem gemeinsamen Aufräumen verkrochen sich alle in ihren Schlafsäcken, packten die Bücher aus und begannen zu lesen. Lange blieb es nicht ruhig, denn die vielen Süßigkeiten, die sich in den riesigen Taschen und Koffern versteckt hatten, mussten ja auch vernascht werden. Und so wurde nebenbei erzählt, gelacht, geknabbert und der ein oder andere Plan für das anstehende Weihnachtsfest ausgetauscht.

Bevor das Licht ausgeschaltet werden sollte, hatte die Klasse noch ein Highlight vorbereitet: das Weihnachtswichteln stand auf dem Programm. Liebevoll verpackte Geschenke wurden verteilt und ausgewickelt. Anschließend verkrochen sich alle wieder unter ihren Decken, knipsten die Taschenlampen an, und schmökerten weiter in ihren Büchern. Weil einige schon sehr müde waren und nicht mehr lesen, aber auch nicht schlafen wollten, schauten alle gemeinsam am späten Abend noch einen Weihnachtsfilm.

Nach einer kurzen Nacht mussten schnell alle Schlafstätten aufgeräumt werden, bevor die anderen Klassen zum Unterricht in die Schule kamen. Im Klassenzimmer der 6c freuten sich die Kinder über die von einigen Eltern frisch gelieferten Brötchen, Kakao und leckere Marmelade. Bei einem gemeinsamen Frühstück läuteten die Klassenlehrer die anstehenden Ferien ein.

Es war ein tolles Erlebnis, in der Schule übernachten zu dürfen. Danke an alle, die zum Gelingen dieser Lesenacht beigetragen haben.

Schülerinnen und Schüler der Klasse 6c mit Frau Schauer und Herrn Kratochvill

Von Prinzessinnen, Köchen und Drachen – Die Projektschulaufgaben der 5. Klassen

Die diesjährigen 5. Klassen hatten im Rahmen des Deutschunterrichtes als Ersatz der dritten Schulaufgabe einen besonderen Auftrag: Sie sollten selbst schriftstellerisch kreativ tätig werden und selbst Märchen verfassen und anschaulich präsentieren. Dazu wurde im Vorfeld im Unterricht die Gattung Märchen besprochen und in einem schriftlichen Test abgeprüft. Der praktische Teil der Projektschulaufgabe wurde schließlich in Gruppen durchgeführt. In insgesamt sechs Unterrichtsstunden wurde mit viel Fleiß und Kreativität ein Märchen geschrieben und ein Quadrama gebastelt, das den selbst verfassten Text veranschaulichen sollte. In Gruppenpräsentationen stellten die Schüler und Schülerinnen ihre Ergebnisse vor der Klasse vor und ernteten dabei durchaus Applaus. Die hier abgebildeten Fotografien zeigen Quadramas der Klasse 5c:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stefanie Wüst-Döhring

Vorlesewettbewerb der mittelfränkischen Realschulen

Auch dieses Schuljahr beteiligten sich die 7. Klassen am Vorlesewettbewerb der mittelfränkischen Realschulen. Zunächst durften im Schulentscheid am 05.12.23 je zwei Schüler:innen pro Klasse einen selbst gewählten Ausschnitt aus einem Jugendbuch vorlesen. Danach mussten sie sich nach fünfminütiger Einlesezeit beim Vorlesen eines für sie fremden Ausschnittes aus dem Buch „Wunder“ von R. J. Palacio beweisen. Schließlich standen nach einer nicht so einfachen Wahl der Jury, bestehend aus Schülersprecher Andrei Suciu, Frau Uschalt (Vorlesepatin in der Bücherei), Frau Popp (Elternbeirat), Frau Morgott und Frau Kunc, die Schulsieger:innen fest: Kahlan Mican (7e) und Nick Kirschner (7d). Die beiden vertraten unsere Schule dann am 28.02.24 beim Kreisentscheid in Röthenbach in Begleitung von Frau Schwarz, konnten sich aber aufgrund der sehr starken Konkurrenz nicht auf die ersten Plätze kämpfen.

Text: Marita Morgott

Welttag des Buches

Volle Fahrt ins Abenteuer

So lautet nicht nur der Titel sondern auch das Motto des diejährigen Welttag des Buches. Ende April machte sich die Klasse 5a auf, um in der Buchhandlung Lösch die ersten Abenteuer zu bestehen. An verschiedenen Stationen lösten die Schüler:innen alleine oder in der Gruppe Rätsel, die ein Lösungswort ergaben – die Eintrittskarte, um an der Verlosung teilzunehmen, deren 1. Preis ein Ticket für den Europapark in Rust ist.

Dieser Ansporn war allerdings schnell vergessen, denn die Geschichte um Oma Sanne und den Roadtrip nach Usedom fesselte die Klasse in den folgenden Lesestunden so sehr, dass am Ende von vielen zu hören war: „Solche Abenteuergeschichten sollten wir öfter lesen!“

 

Klasse 5a, Susanne Donhauser

„Lese-Battles“ mit Tradition

Einer schönen Tradition an unserer Schule folgend wurden Mitte Dezember wieder die Schulsieger:innen der Vorlesewettbewerbe gesucht. Die acht Klassensiegerinnen der siebten Klassen, Alina Dumhard und Feline von Frantzky (7a), Selena Alajjouri und Konstancia Wuckert (7b), Emily Bruckner und Johanna Zimmermann (7c) sowie Magdalena Hirschmann und Grace Ella Göbel (7d), kamen dazu sicherlich mit etwas Lampenfieber am ersten Tag in die Schülerbücherei. Dort durften sie nacheinander ans Pult treten und zunächst einen selbstgewählten Text vorlesen. Die Zuhörer konnten Geschichten von Halbvampiren, Windpferden, Gestaltwandlern, einem Zauberer und sich verliebenden Jugendlichen lauschen. Noch spannender wurde es dann, als die Mädchen jeweils ein Stück aus dem ihnen unbekannten Jugendbuch „Calypsos Irrfahrt“ von Cornelia Franz vortrugen. Am Ende fiel der Jury die Entscheidung sicher nicht leicht. Die Elternbeiratsvorsitzende Frau Höfler und die Deutschlehrerinnen Frau Hierl, Frau Morgott und Frau Orf fanden, dass alle ihre Klasse würdig vertreten hatten. Und trotzdem konnten nur zwei Schülerinnen als Vertreterinnen der JSR zum Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs der mittelfränkischen Realschulen geschickt werden. Hier wiederum war sich die Jury sehr schnell einig, dass dies Emily Bruckner und Alina Dumhard sein sollten. Es war schon sehr erstaunlich, wie sicher und stimmungsgeladen sie auch den ihnen unbekannten Text vorlesen konnten.

Am nächsten Tag wiederholten sich die Szenen, als sich die Klassensieger:innen aus den sechsten Klassen zu ihrem Wettbewerb trafen: Utku Berkil und Maximilian Hörnich (6a), Nick Kirschner und Kahlan Mican (6b), Sara Meysel und Lars Aepler (6c) sowie Magdalena Buchholz und Emily Meier (6d). Dieses Mal hatten Frau Wild als Vertreterin der Stadtbücherei Hersbruck, die Elternbeirätin Frau Leipold sowie die Deutschlehrkräfte Frau Morgott, Herr Schöberl und Frau Steger die Qual der Wahl. Nachdem sie unter anderem erfahren hatten, wie man sowohl Detektiv als auch Gentleman wird und dass Luzifers Sohn zu weich für die Hölle ist, setzten sich alle noch einem Silberdieb auf dem Weihnachtsmarkt auf die Fersen. Nach einer langen und schwierigen Beratung stand schließlich fest: Beim Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels darf die Schulsiegerin Emily Meier die JSR vertreten.

Heike Hierl und Marita Morgott

Manuela ermittelt

„Waaas? Haben wir jetzt Geographie?“, „Hätten wir nun nicht die Theateraufführung?“ oder „Ja, ist das Theater jetzt verschoben?“ waren Fragen, die die 5d zu Beginn der 5. Stunde am Dienstag, den 21.12.2021, an die Lehrkraft richtete, welche jedoch ungerührt mit der Wiederholung des Stoffes aus der vergangenen Stunde fortfuhr.

Plötzlich jedoch klopfte es an der Tür und eine Putzfrau stürmte wutentbrannt herein. Sie wollte von der Klasse wissen, wer ihren Putzwagen vollgemüllt hatte. So könne sie nicht arbeiten! Nach anfänglichem betretenem Schweigen kamen einige Hinweise oder Vermutungen aus der Klasse und die ersten Schülerinnen und Schüler merkten, dass sie schon mitten im Theaterstück waren. Nach und nach packte Manuela, so hieß die Reinigungskraft, die von Christine Mertens gespielt wurde, den Müll aus und ermittelte zusammen mit der Klasse mögliche Täter. Indizien wurden besprochen und verleiteten wahrscheinlich nicht nur Manuela zum Träumen – wie etwa das Holzschwert oder die Europakarte. Dennoch fand sich kein konkreter Hinweis auf den Täter oder die Täterin.

Erst als ein weiteres „Müllstück“ aus dem Putzwagen sich als Klappzelt entpuppte, in dem sich ein Log-Buch aus dem vergangenen Lockdown befand, erfuhr die 5d, dass wohl ein Kind, das in der Corona-Zeit zu lange zuhause bleiben musste und die Schule mit allem Drum und Dran sehr vermisste, der Mülltäter sein musste. Das Kind hatte Sachen, mit denen es sich sicher fühlt, in die Tasche gepackt, um für die nächste mögliche Lockdownphase gerüstet zu sein. Es traute sich ganz schön viel, wollte es doch kein Homeschooling mehr mitmachen, sondern den Spieß umdrehen und es zu Schoolhoming umfunktionieren. Keine lange Zeit mehr ohne Freunde – ein Tatmotiv in Form eines Vorhabens, das ganz schön viel Mut beweist! Diesen Mut fand auch die Putzfrau Manuela bemerkenswert, sodass sie dem Übeltäter – ohne ihn zu kennen – verzieh.

Im anschließenden Gespräch mit der Klasse stellte sich auch heraus, dass die Kontaktbeschränkung für die Kinder in der 5d tatsächlich das Negativste am Lockdown war, auch wenn das längere Schlafen morgens durchaus positiv zu bewerten gewesen sei. Dass man in der Schule wohnt ( = Schoolhoming), ging der Klasse dann doch zu weit, aber man war sich darüber einig, dass Schule nicht nur Unterricht bedeutet, sondern glücklicherweise auch das Leben darum herum meint. Und genau deshalb war die Theatervorstellung im Klassenzimmer in Zeiten von Unterricht mit Maske, Lüften, Testungen und Co. wichtig.

Kerstin Scharwies

Märchen einmal anders- ein Projekt der Klasse 5c

 

Ausgehend von den überlieferten, altbekannten Märchen, die zuvor im Deutschunterricht mit Frau Hüsken behandelt wurden, konnten die Schüler und Schülerinnen ihrer Fantasie freien Lauf lassen und ihr „eigenes“ Märchen zu Papier bringen. Getreu dem Motto von Hans Christian Andersen „Das wunderbarste Märchen ist das Leben selbst“ entwarfen sie Erzählungen, in denen wundersame Wesen die Handlung bestimmten. Im Kunstunterricht bei Frau Maul nahmen sie zusätzlich Gestalt an. Szenen dazu wurden auf vielfältige Weise entworfen. Zeichnungen, Objekte und sogar ein Film entstanden und sorgten dafür, ihr Märchen wie auf einer Bühne lebendig erscheinen zu lassen. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Tauchen Sie ein in die Gedankenwelt der Fünftklässler und seien Sie unbesorgt, am Ende siegt auch hier das Gute.

Christiane Hüsken

 

Die sieben Eulen 

von Anna Schlüchtermann

 Es waren einmal sieben Eulen, die lebten in einer geheimnisvollen Burg am Fuße des Eulenbergs. Die erste Eule war eine strahlende Schneeeule, die zweite ein lieblicher Waldkauz, die dritte eine herzliche Schleiereule, die vierte eine schlaue Sperbereule, die fünfte war eine verschlafene Waldohreule, die sechste eine kleine Zwergohreule und die siebte ein gemütlicher Steinkauz. In der Gegend lebte auch ein Jäger. Dieser liebte Eulen und wollte alle auf der Welt für sich haben. Eines Tages machte er sich auf den Weg zur Eulenburg, um die sieben Freunde zu fangen. Auf dem Weg dorthin begegnete er vielen Tieren. Das erste Tier war eine süße sprechende Maus, die von dem Jäger gefragt wurde: „ Wo muss ich lang, dass ich zur Eulenburg komme?“ Darauf antwortete die Maus: „Weiter zum großen Stein und dann rechts.“ Der Jäger ging weiter und sah schon von weitem den großen Hügel. Als er endlich oben ankam, hatte er sich auf die nächsten sieben Eulen gefreut, die er mit nach Hause nehmen und in Käfige sperren konnte. Dann schlich er sich langsam in die Burg rein. In der Burg beobachtete er die Eulen beim Spielen. Die Freunde waren so vertieft, dass sie den Jäger nicht kommen hörten. Als er schließlich sein Netz auswarf, um sie alle zu fangen, waren sie so überrascht, dass sie vor Angst erstarrten. Nur die herzliche Schleiereule und der liebliche Waldkauz konnten entkommen. Der Jäger ging glücklich mit seinem großen Fang nach Hause und sperrte die Eulen ein. Der Waldkauz und die Schleiereule hatten sich im Wald versteckt und waren todunglücklich ohne die restlichen fünf Freunde. Also schmiedeten sie einen Plan, um die anderen Eulen zu befreien. Darum flogen sie zu dem Haus, wo der Jäger wohnte. Dort angekommen hörten sie die anderen Eulen schon unglücklich aus den Käfigen schreien. Dann schauten sie, ob das Haus des Jägers ein Dachfenster hatte. Eine Weile später hatten sie eins gefunden und flogen dort hinein. Mit ihrem Schnabel hackten die zwei Freunde so lange an das Käfigschloss, bis dieses aufbrach. Sie befreiten die anderen Eulen. Als der Jäger aus dem Wald nach Hause kam, stürzten sich alle sieben auf den Bösewicht, der Jäger schwor den Freunden für immer mit dem Eulenjagen aufzuhören. Fröhlich flogen die Eulen zurück zu ihrer Burg.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

 

Das Reh mit den silbernen Hufen

von Konstancia Wuckert

Es war einmal ein Mädchen, das hieß Alenka, die anders war als alle anderen. Deswegen wurde sie immer von anderen Kindern gehänselt. Eines Tages wollte sie nicht in die Schule gehen, weil sie Angst hatte, wieder ausgelacht und geschubst zu werden und ging einfach in den Wald. Auf einmal sah sie einen Jäger, der auf ein Reh zielte. Da schrie sie laut: ,,Lauf, lauf weg du kleines Reh!“ Das Reh erschrak und verschwand blitzschnell im Busch. Der Jäger fluchte: ,,Was fällt dir ein, du verscheuchst meine Beute! Was machst du überhaupt hier im Wald?“ Dabei lief er auf sie zu. Alenka bekam Angst und rannte davon. Als sie später merkte, dass sie sich verlaufen hatte, fing sie an zu weinen. Plötzlich hörte sie eine leise Stimme hinter sich:,, Danke, dass du mich gerettet hast.“ Alenka sah verwundert ein Reh, das davor im Wald war. Nun merkte sie, dass das Reh silberne Hufe hatte, die in der Sonne glitzerten. ,,Ich möchte dir dafür einen Wunsch erfüllen“, sprach das Reh. Alenka erstarrte kurz und dachte, sie träumte, aber trotzdem fragte sie: ,,Kannst du denn wirklich alles erfüllen?“ Das Reh antwortete: ,,Sag mir, was du dir wünschst.“ Nach einer Weile erzählte sie ihre Geschichte, dass sie heute die Schule geschwänzt habe, weil Kinder zu ihr böse gewesen seien. „Sie sagen, ich sei hässlich und fett, keiner will mit mir spielen, ich habe keine Freunde.  Ich kann doch nichts dafür, wie ich aussehe, ich fühle mich so einsam. Kannst du einen Zauber aussprechen, dass auf der ganzen Welt kein Kind gemobbt wird und alle zueinander freundlich sind?“ Auf einmal fing das Reh mit seinen silbernen Hufen an zu klappern, Funken entstanden und es glitzerte alles. ,,Geh morgen in die Schule, du wirst sehen, dass morgen alles anders sein wird.“, sprach das Reh. Aber Alenka wusste den Weg nicht mehr, deswegen zeigte das Reh ihr den Weg. Sie verabschiedeten sich und Alenka war sich immer noch nicht sicher, ob sie das geträumt hatte. Am nächsten Tag ging Alenka angespannt in die Schule und merkte sofort, dass der Wunsch in Erfüllung gegangen war. Alle waren nett zu ihr, sie wurde angelächelt und zwei Mädchen fragten sie in der Pause, ob sie zusammen spielen wollen.

Seitdem gab es auf der ganzen Welt kein Mobbing mehr!

 

Der magische Hirsch

von Emily Bruckner

Es war einmal ein magischer Hirsch, der in einem wunderschönen Wald lebte und Zauberkräfte mit seinem Geweih hatte. Alle Waldtiere liebten ihn. Überall, wo er vorbeikam, wuchsen unzählige Blumen und Blüten. Die Tiere und der Hirsch liebten diese Farbenvielfalt. Aber an einem frostigen Tag entdeckte ein Jäger den Hirsch und wollte ihn unbedingt haben. Also folgte er ihm. Der Hirsch trabte über das kühle, feuchte Moos. Plötzlich hörte er ein unheimliches Knacken. Er lauschte und drehte die Ohren in alle Richtungen, doch nur das Knarren der Bäume war zu hören, ansonsten war alles still, unheimlich still… Der Hirsch schüttelte den Kopf: „Das war wohl doch kein Geräusch!“, murmelte er und ging in den nebeligen Wald hinein. Da hörte er einen ohrenbetäubenden Knall! Das war ein Schuss! Sofort raste der weiße Hirsch los, über Baumwurzeln hinweg und noch schneller. Keuchend blieb er auf einer Lichtung stehen: „Was ist denn los?“, fragte erschrocken Hoppel, der Hase, „ist etwas passiert?“ „Ja“, keuchte der Hirsch, „man hat mich gejagt!“ Hoppel riss seine Augen auf: „Oh nein!“, schrie er. Die beiden trabten und hoppelten auf die große Lichtung zurück, wo alle anderen Tiere warteten: sieben Hasen, sieben Vögel, drei Eulen, zehn Mäuse, zwanzig Rehe und vier Igel. Alle blickten den Hirsch und den Hasen fassungslos an. „Oh nein! Wir stellen ihnen eine Falle!“, schrien alle durcheinander. Doch der Hirsch beruhigte sie: „Noch haben sie mich nicht erwischt!“ Zwei Tage später in der Hütte des Jägers: „Verdammtes Vieh, immer entwischt es mir! Aber wenn ich den Wald abholze, dann hat der Hirsch kein Versteck mehr!“, überlegte er hinterhältig. Da holte er drei Holzfäller und befahl ihnen: „Holzt den Wald ab!“ Die Holzfäller zückten ängstlich die Sägen. Durch den ganzen Wald hörte man das Abholzen. Die Tiere vermuteten, was auf sie zukam. Die Männer wollten ihr Zuhause zerstören. Drei Bäume waren schon gefällt. Da hatte der Hirsch eine Idee: „Ihr lenkt die Holzfäller ab und ich renne weg!“ Alle waren einverstanden und los ging`s! Die Igel, die Mäuse und die Eichhörnchen huschten herum, die Hirsche und Rehe knackten. Die Holzfäller wurden kreidebleich! Doch der Jäger hatte den Hirsch entdeckt! Er folgte ihm! Schnell sprang der Hirsch in ein Gebüsch. Der Jäger schimpfte. Der Hirsch berührte den Jäger mit seinem goldenen Geweih und augenblicklich wurde er in einen Baum verwandelt. Die Holzfäller rannten vor Schreck davon. Denn die Männer hatten nämlich den Jäger gesucht und alles mitbekommen! Der Hirsch und die Waldtiere hatten es geschafft! Alle Bäume wuchsen wieder nach! Ihr wunderschöner Wald war gerettet. Alle waren glücklich!

 

 

Märchenkuchen von Anna Schlüchtermann

 

Märchenkiste von Elias Horlamus

 

Märchenkiste von Katharina Horn

 

Märchenkiste von Emily Bruckner

 

Märchenkiste von Johanna Zimmermann

 

 

Kreatives aus einem besonderen Schuljahr

Dass Lernen in geteilten Klassen oder im Distanzunterricht auch Spaß machen kann und nebenbei noch die Kreativität fördert, haben die SchülerInnen seit November 2020 bewiesen. Da ist man als Lehrerin doch oftmals sehr gerührt, mit wie viel Engagement, Ehrgeiz und Liebe an den Zeitungstagebüchern (Klasse 8A), den Lektüreportfolios (Klasse 9D) oder am Basteln eines mittelalterlichen Dorfes (Klasse 7A) gearbeitet wurde. Weiter so!

Babett Schauer

 

 

Schlampampsen in Weimar

Weimarfahrt der 8b, 8c, 8d

Einer der Höhepunkte der 8. Klasse kommt ganz am Ende des Schuljahres – die Weimarfahrt der 8. Klassen. Leider nahmen nur die Klassen 8b, c, d teil. Die diesjährige Exkursion stand unter dem Motto: „Schlampampsen in Weimar“, was uns Lehrer erst einmal in fragende Gesichter blicken ließ.
„Schlampampsen in Weimar“ weiterlesen

Leser auf hohem Niveau

Teilnehmer des Vorlesewettbewerbs der Realschule stellten Jury vor schwierige Entscheidung

HERSBRUCK – Zwei Tage stand die Johan­nes-Scharrer-Realschu­le wieder ganz im Zei­chen des gedruckten Wortes: Grund war der Vorlesewettbewerb der sechsten und siebten Klassen. Die Gewinner qualifizierten sich für den Bezirksentscheid. Die Teilnehmer mach­ten es der Jury aller­dings alles andere als leicht.

Zweiter Konrektor Thomas Zankl wünschte den Teilneh­mern an beiden Tagen viel Erfolg und vor al­lem Spaß. Es sei näm­lich eine sehr wichtige Veranstaltung, um ge­rade in Zeiten von Smartphone und Co. wieder zum Lesen richtiger Texte zurückzufinden. Es mache nicht nur Freude, sondern fördere auch die Rechtschreibung, die durch die neuen Medien immer mehr verloren gehe.

Zum Wettbewerb angetreten waren die Jungs und Mädchen, die bei einem vorherigen klassenin­ternen Entscheid als Sieger her­vorgegangen waren. Jeder der Teilnehmer hatte dann acht Mi­nuten Zeit, um ein mitgebrachtes Buch vorzustellen und eine Text­stelle daraus vorzulesen. Danach mussten sie aus einem Buch vor­tragen, das sie nicht kannten.

Allerdings machten es sowohl die Siebtklässler als auch die Schüler der sechsten Klassen der Jury, be­stehend aus Vertretern des Eltern­beirats, der Hersbrucker Zeitung und Deutschlehrern der Real­schule, nicht wirklich leicht. Vor allem beim Lesen der mitgebrach­ten Bücher zeigten sich viele auf hohem Niveau, manch einer ent­deckte gar sein Schauspieltalent. Bewertet wurden unter anderem Lesetempo, Aussprache, Lautstär­ke und richtige Betonung.

Beim Fremdtext gab es dann doch den ein oder anderen Sto­cker. Für die Vorleser der sechs­ten Klassen stand „Krabat“ von Otfried Preußler auf dem Programm. Schließlich setzte sich Mia Katzer am Ende knapp gegen Francine Pham und den drittplatzierten Fabian Gerhardt durch.

Einziger Junge gewann

Die Leseratten aus den siebten Klassen durften aus dem Buch „Als die Tiere den Wald verließen“ von Colin Dann vorlesen. Auch dabei taten sich bei ein paar Wörtern Herausforderungen auf. Durchsetzen konnte sich der einzige Junge in der Gruppe: Ben Peter überzeugte mit gutem Tempo und richtiger Betonung. Den zweiten Platz ergatterte Alexa Dassow und auf dem dritten Platz landete Katharina Stein.

Jedes Lesetalent bekam einen Buchgutschein. Die Sieger dürfen weiter gespannt sein, denn sie haben sich für den Bezirksentscheid im nächsten Jahr qualifiziert und werden dort ihre Schule vertreten.

MARINA WILDNER


Freudenjubel: Die Vorleser aus den Sechsten (links) mit ihren Büchern.   Fotos: Wildner