Upcycling als Alltagskompetenz?

Jedenfalls ist die Auseinandersetzung mit den Ressourcen unserer Erde und das Reflektieren eigener Verhaltensweisen, wenn es um das Vermeiden von Kunststoffabfällen geht, ein wichtiges Thema.

Im Rahmen der Alltagskompetenzwoche der 8ten Klassen haben sich die Schüler*innen der 8a und 8b in einem Kunst/Werken Projekt mit Kunststoffen auseinandergesetzt. Ehemals als Ersatz für herkömmliche Materialien mit vielen positiven Eigenschaften, ist der Werkstoff nach einer rasanten Entwicklung aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.

Kunststoffprodukte werden in großen Mengen vor allem als Wegwerfartikel gefertigt und halten nicht unendlich lange. Etwa sechs Millionen Tonnen Kunststoffmüll fallen pro Jahr insgesamt allein in Deutschland an. Deshalb ergibt sich zwangsläufig das Problem der Entsorgung. Auch über die Grenzen des Recyclings wurde gesprochen. Dabei haben die Schüler*innen Ideen formuliert, wie Müll gespart und Dinge wiederverwendet werden können.

Vor allem die Verschmutzung der Gewässer durch achtlos entsorgten Verpackungsmüll war das Thema dieses Projekttages. Die Schüler*innen kreierten mit Materialien wie Waschmittel-/Spülmittelflaschen, Plastiktüten und vielen weiteren Kunststoffverpackungen Unterwasserwesen, die diese Problematik verdeutlichen sollen. Sie ließen sich von den unterschiedlichen Materialien führen und es entstanden lustige, geheimnisvolle und teilweise unheimliche Wesen. Im Übergang zum Anbau sind die Objekte zu sehen.

Doch was bedeutet eigentlich der Begriff Upcycling? Beim Upcycling verschafft man einem ausgedienten Gegenstand einen neuen Lebenszyklus. Upcycling ist dann sinnvoll, wenn man für das hergestellte Produkt eine Verwendung hat. Upcycling trägt zum Ressourcenschutz bei und dadurch auch zum Natur- und Klimaschutz.

Unsere Wasserwesen sollen eine Erinnerung und eine Mahnung sein.

Stefanie Schwarz

 

 

16 Neue im Kunstzweig

Im Laufe des ersten Schuljahres hat sich im neuen Kunstzweig so manches getan und man kam zu einigen Erkenntnissen:

  1. zeichnen kann erlernt werden
  2. es bedarf einiger Übung
  3. immer nur Bleistift…
  4. bei Tusche muss man sich gut konzentrieren
  5. endlich Malerei, endlich Farbe!!!
  6. auch malen will geübt sein…
  7. es gibt noch viel zu erlernen und zu entdecken

Neues zu entdecken, gab es zum Beispiel am Tag vor den Pfingstferien in Nürnberg.

Zunächst konnte mittelalterliche Baukunst live bestaunt werden: die Lorenzkirche als Beispiel der Gotik.

Im Anschluss gab es Künstlerische Illusionen. Tapen  Spiegeln  Räume schaffen ist das Konzept nachdem drei Berliner Künstler*innen ihre Ausstellung aufbauten, die im Kunsthaus des KunstKultur Quartiers zu bestaunen war. Hier wurden andere künstlerische Positionen erfahrbar. Erfahrbar, weil die 16 Schüler*innen des Kunstzweigs mit unterschiedlichsten Materialien ihre eigenen Kunstwerke erschufen und in die Ausstellung integrieren konnten. Eine großartige Herangehensweise, die sehr viel Spielraum für individuelle Interpretationen ließ.

Streit um Menschenrechte. Etwas versucht sich zu ordnen.
Alles und jeder ist perfekt. Alles ist ein bisschen krumm.
Zickzack aus verschiedenen Sichtwinkeln. Keine eindeutige Blickrichtung
Wie siehst du dich? Illusionen.

Was noch kommt:

  1. Comic … Vorhersage: auch das erfordert Geduld.
  2. Ein Projekttag am Ende des Schuljahres. Inspiriert von unserem Ausflug nach Nürnberg, wollen wir uns an Tape Art versuchen.

Stefanie Schwarz

Eine besondere Schulwoche

… aus der Perspektive von Sina:

Als wir aus dem Bus aussteigen, der uns zu dem Bauernhof gefahren hat, steigt mir der Duft von frischer Landluft in die Nase. Diese riecht nach einer Wiese, die gemäht und für die Kühe zum Fressen gelagert wurde. Ernst, der die Tour für die Klasse vorbereitet hat, ist erstaunt, dass es so viele Schüler sind. Zuerst gehen wir in die Molkerei, wo wir frischen Berg-Käse und Frucht-Joghurt probieren dürfen, er lässt meine Geschmacksknospen explodieren. Wir gehen wieder raus in den Hof, stellen uns in einen Kreis und reden über die Fläche die dem Bauernhof gehört. Ernst erzählt, dass ihm nicht alle Felder gehören und er ein paar nur „gepachtet“ hat, was so viel heißt wie gemietet. Ein großer Traktor fährt an uns vorbei und Frau Vetter meint: „Das hier ist ein Fuhrpark, das kann man sich nicht vorstellen!“

Die Johannes Scharrer Realschule Hersbruck bietet dieses Jahr das erste Mal eine „Alltagskompetenzwoche“ für die 8.Klassen an. Wir haben zu verschieden Themen Aufgaben erledigt, Spiele gespielt oder Plakate gestaltet. Bei dem Thema „Amazon“ haben die Lehrer eine Führung für die Klasse gebucht, die wir uns dann online, aber live angeschaut und nebenbei Fragen auf einem Blatt beantwortet haben.

Am Donnerstag wird das Thema „Upcycling“ mit Frau Schwarz und Frau Frank besprochen. Wir sollen aus alten Plastikflaschen, Folie oder leere Waschmittelpackungen Meerestiere wie Krabben, Seepferdchen oder Fische basteln, die wir dann in den Glasgang der Schule hängen können.  Als Emmi die Plastikstreifen an die Flasche kleben möchte, schreit sie laut auf: „Ich habe Heißkleber in den Haaren“! Hektisch versucht sie, den Kleber aus den Haaren herauszubekommen, bevor er trocknet. Als wir am Ende des Tages mit den Tieren fertig sind, gehen wir raus in den Schulhof und Frau Schwarz macht witzige Bilder von uns und den Tieren, die auf die Homepage und in den Jahresbericht kommen sollen.

Die Lehrer haben sich die Woche selbst ausgedacht und eigene Workshops erstellt. Die Lehrkräfte, die nichts mit dieser Woche zu tun hatten, haben die ganzen Vertretungen übernommen, die dadurch entstanden sind.

Ich fand die Woche schön, da man viel gelernt hat, z. B., wie durch Wasserkraft Strom erzeugt werden kann. Man hatte auch eine Woche lang keinen Schulstress, Das Thema „Amazon“ war allerdings langweilig, weil die Personen, die das gestreamt haben, nur geredet und nichts gezeigt haben. Es wäre viel spannender gewesen, wenn man eine Kamera auf einem Packet befestigt hätte und wir den Weg des Pakets genauer gesehen hätten.

 

Sina Pickel (8b)

 

 

Eine besondere Schulwoche

… aus der Perspektive von Emma
„Mhmm, der Käse schmeckt echt lecker“, sagt Amelie. Die Klasse 8B befindet sich auf dem Bauernhof in See und verkostet den saftigen Käse. Bauer Ernst erzählt den Schülern einiges über den Bauernhof und seinen Betrieb. Er sagt, als die Klasse vor ihm steht: „Ihr seid aber ganz schön viele!“ Der Geruch von Landluft ist zu riechen und das Schmatzen der Kühe ist zu hören. „Die Kälbchen sind ja süß“, sagt Sina. Die Kühe schnuppern alle an und man riecht den Duft von dem Futter. Das Geräusch der Melkroboter ist nicht zu überhören.
Zum ersten Mal fand in Bayern die sogenannte Alltagskompetenz-Woche von 09.05 bis 13.05 statt. Jeden Tag stand für die Schülerinnen und Schüler etwas anderes auf dem Terminplan. Am Freitag besuchten sie auf einen Bauernhof, am Mittwoch haben alle Schüler eine Tour durch das Amazon-Lager gemacht und auch an den anderen Tagen gab es viele weitere Aktionen. Das ISB (Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung) empfiehlt, neben der Vermittlung von „Wissen und Können“ auch „Herz und Charakter“ der Heranwachsenden zu bilden und sie somit in ihrer Persönlichkeit zu unterstützen. Daher diese Aktion, die auch durch externe Kooperationspartner unterstützt wird.
„Viele Tiere sterben jährlich wegen Plastik“, sagt Frau Frank. Alle Schülerinnen und Schüler gestalten aus alten Flaschen oder Spülmittelflaschen Meerestiere, um ein Zeichen gegen das Sterben dieser Tiere zu setzen. Die Meerestiere werden anschließend in dem Gang zum Anbau aufgehängt und daraufhin mit einem QR- Code verlinkt, damit sich alle darüber informieren können. Man riecht bereits den Duft der blauen Farbe, mit der Lenard seine Qualle bemalt. „Aua“, schreit Emilia, da sie sich an der Heißklebepistole verbrannt hat, mit der sie ihren Fisch zusammenkleben wollte. Nach und nach entstehen bunte Tiere in allen Farben die hell im Raum erleuchten. Frau Frank hat sehr viele Materialien für dieses Projekt besorgt, aber auch die anderen Lehrer haben die Alltagskompetenzwoche mit viel Freude geplant. Die Schulleitung musste sich auch noch um die Vertretungen für die entsprechenden Lehrer kümmern und den Stundenplan für die gesamte Woche erstellen. Sehr viel Arbeit und Gedanken stecken hinter diesem Projekt.

Für die Jugendlichen war diese Woche eine sehr spannende und abwechslungsreiche. „Ich habe in dieser Woche sehr viele einzelne Themengebiete kennengelernt und weiß jetzt auch wie ich mich in verschiedenen Situationen verhalte“, meint Emma aus der 8B. Wie sie sind die meisten aus ihrer Klasse dafür, diese Alltagskompetenz-Woche in den nächsten Jahren beizubehalten, da sie für alle eine Bereicherung sein kann und man trotz hohem organisatorischen Aufwand viel für das Leben lernt.

Emma Engelhardt (8B)

Die Tafel – Unser Beitrag zum Kunstwettbewerb ErinnerungsRäume

Einige Schülerinnen der 7., 9., und 10. Klasse nahmen dieses Schuljahr an einem Kunstwettbewerb der Dokumentationsstätte KZ-Hersbruck teil. Ziel dieses Wettbewerbs ist es, eine neue Erinnerungskultur in und um Hersbruck zu schaffen. Die Schulen waren im Besonderen eingeladen, sich zu beteiligen.

Mit viel Engagement, Ideenreichtum und Liebe fürs Detail erarbeitete die AG im Winterhalbjahr unser Kunstwerk „Die Tafel“. Wir freuen uns sehr, dass es im alten Blumenladen präsentiert und von vielen Menschen gesehen wird.

Ein großer Tisch ist in zwei Teile zerbrochen: Eine Seite ist in Schwarztönen gehalten, Tischdecke und Geschirr sind mit hakenkreuzähnlichen Symbolen bedruckt. Scherben, verdorbene Lebensmittel und Ungeziefer erzeugen eine abstoßende Wirkung. Gabeln und Messer wurden in den Tisch gerammt, um den zerstörte Stühle stehen. Der Teppich ist blutverschmiert. Die „Abbruchkante“ ragt schwarz unter dem schmutzigen Tischtuch hervor.

Die andere Seite des Tisches ist hell, fröhliche Farben dominieren. Auf Gläsern stehen verschiedene Artikel der Menschenrechte. In einer Vase befinden sich Blumen, deren Farben sich an Flaggen verschiedener Nationen oder religiösen Symbolen orientieren. Höhepunkt dieser Festtafel ist eine Regenbogentorte, die für Toleranz steht. Die Geburtstagszahl 73 begründet sich auf dem „Geburtsjahr“ der Menschenrechte. Eine zerbrochene Teekanne wurde in der japanischen Technik Kintsugi geklebt: Diese Tradition zeigt, dass Zerbrochenes heilen und sich in etwas Schönes verwandeln kann.

Farbige Stühle sind verschiedenen Künstler*innen gewidmet: Max Ernst und Ernst Ludwig Kirchner wurden von den Nazis als „entartet“ deklariert, das bedeutet, dass sie nicht mehr malen durften und teilweise verfolgt wurden. Die japanische Künstlerin Yayoi Kusama litt in ihrer Kindheit unter Halluzinationen und lebt heute freiwillig in einer psychiatrischen Klinik. In einem faschistischen System, wie das der Nazis, hätte sie niemals Künstlerin werden können und auch eine internationale Karriere wäre für sie unmöglich gewesen. Wir möchten mit der Auswahl der Künstler*innen zeigen wie wichtig und wertvoll die freie Auslebung von Kunst, Literatur und Musik ist! Kein politisches System darf vorgeben, was als „richtige“ Kunst gilt  – dann stirbt die Kreativität und die Erneuerung.

Die Eröffnungsfeier am 14. Mai war ein schönes Erlebnis für die beteiligten Schülerinnen: Sie durften eine echte und sehr leckere Regenbogen-Torte an die Besucher*innen verteilen und über unser Kunstwerk informieren.

Hier könnt ihr für unser Kunstwerk abstimmen:

Johannes-Scharrer-Realschule – Nora Lösel | Dokumentationsstätte KZ Hersbruck e. V. (kz-hersbruck-info.de)

 

Die empathische Linie

In der Unruhe des Alltags kann die Zeichnung ein wunderbares Mittel sein, um zu entspannen und zu sich selbst zu finden. Die Klasse 8b bekam in einer Kunststunde den Auftrag einen Kreis zu zeichnen und die Kreiskrümmung in gebogenen Linien nachzuzeichnen. Jede neue Linie orientiert sich an der vorherigen, so dass kleine Abweichungen bei der nächsten übernommen werden und eine wellenartige Struktur entsteht. Die nächste Linie fühlt sozusagen der vorherigen nach (Empathie = Mitfühlen). Dieses Spüren und konzentrierte Linienziehen ließ eine ruhige Atmosphäre entstehen und auch die Schüler*innen konnten bei sich selbst diese Veränderung feststellen. Die Ergebnisse sind sehr ästhetisch und individuell wie ein Fingerabdruck. Nora Lösel

 

Collagen nach Max Ernst

Die Auseinandersetzung mit dem Surrealismus ist ein großes Thema im Kunstunterricht der 10. Klasse. Max Ernst diente als Vorbild für unsere Collagen: Illustrationen aus dem 19. Jahrhundert wurden mit Fineliner-Zeichnungen verbunden, so dass neue seltsame Bildwelten entstanden.

 

Selina Sperlich, 10d
Marie Röhnicke, 10d
Jara Simon, 10d
Emma-Sophie Löhner, 10d
Marco Lippert, 10d
Hannah Farnbacher, 10d
Lucia Gall, 10d
Lina Schneider, 10d

Verkaufstricks im Supermarkt – Mit mir nicht!

Alltagskompetenzen – Verantwortungsbewusstes Verbraucherverhalten

Wie kann es sein, dass in einem Supermarkt die gleiche Süßigkeit zeitgleich in einem Regal 7,80 € pro Kilogramm und in einem anderen Regal 15,50 € pro Kilogramm kostet???

Antworten wie „Da falle doch ich nicht drauf herein!“ oder „Der hohe Preis gilt bestimmt bei Süßigkeiten, die an der Kasse liegen!“ waren sofort bei den SchülerInnen parat; daher kamen sie einigen Verkaufstricks ziemlich schnell auf die Schliche.

Im Rahmen der Projektwoche „Alltagskompetenzen“ beschäftigten sich unsere achten Klassen auch mit dem Thema Verantwortungsbewusstes Verbraucherverhalten. Zu diesem großen Themenbereich hätten man einige interessante Unterrichtssequenzen bearbeiten können. Wir entschieden uns jedoch dafür, dass wir mit den SchülerInnen zum einen den Supermarkt genauer unter die Lupe nehmen, da er für jedermann präsent ist. Zum anderen befassten wir uns auch mit Fakeshops im Internet, da die Anzahl von Internetkäufen heutzutage ständig zunimmt.

Nach einer kleinen Kostprobe verschiedener Mogelpackungen, waren die SchülerInnen besonders motiviert, in einzelnen Teams verschiedene Unterthemen der Supermarktstrategien zu bearbeiten. Themen wie „Bitte schön langsam“, „Der Aufbau des Supermarktes – links herum“, „Die goldene Kassenzone“ oder „Augen, Nase, Ohren“ hieß es genauer zu untersuchen. Mit Hilfe von Texten, Bildern und Werbeprospekten gestalteten die Teams anschauliche Plakate zu den jeweiligen Aufgaben.

Am Ende dieser Unterrichtseinheit waren sich die Schüler einig, dass dieses Thema auf jeden Fall für die Projektwoche „Alltagskompetenzen“ sinnvoll ist, da wirklich jeder selbst mit diesen Verkaufsstrategien im Leben konfrontiert ist und somit den „Fallen“ der Supermärkte aus dem Weg gehen kann.

Petra Kohl und Franziska Wolf

 

 

 

Der Schulgarten und seine Jahreszeiten

Unsere Tätigkeiten im Schulgarten sind nicht nur eng an die Jahreszeiten gekoppelt, sondern – wie die Jahreszeiten selbst – wiederholen sich auch einige Aktivitäten der Garten-AG jedes Jahr.

Im Herbst konnten wir z. B. auch in diesem Jahr unsere eigenen Kartoffeln ernten, die wir mit selbstgemachter Butter und Gartenkräutern genossen haben.

Der Winter lädt oft nicht zur Arbeit im Freien ein. Diese Zeit nutzten wir wie im letzten Jahr zur Herstellung von Futterglocken für die Vögel, die die kalte Jahreszeit bei uns verbringen. Außerdem bauen wir an einem sogenannten „Insektenhotel“, das den Wildbienen aber nicht nur als Unterkunft für ihren Sommerurlaub dienen, sondern ihnen geeignete Plätze zur Eiablage zur Verfügung stellen soll. Damit sich die Tiere rundum wohl fühlen, haben wir Saatbomben mit einer bienenfreundlichen Blumenmischung hergestellt und an verschiedenen Stellen ausgebracht. Sowohl bei den Futterglocken, als auch bei den Insektenhotels konnten wir von den Erfahrungen der letzten Jahre profitieren und so unsere Vorgehensweise hoffentlich verbessern, was sich in den nächsten Jahren bei der Nutzung zeigen wird.

Im Frühjahr informierten wir uns bei einer kleinen Exkursion zur Gärtnerei über verschiedene Pflanzen, die für unsere Beete geeignet sind. Die Garten-AG befindet sich aber keineswegs in einer Dauerschleife, denn neben Routinearbeiten wie gießen und Unkraut zupfen werden auch immer wieder neue Projektideen umgesetzt. So begannen wir dieses Jahr bereits im frühen Frühjahr Kräuter zu kultivieren, um daraus unser eigenes Gartenkräutersalz herzustellen. Die ersten Trocknungsversuche laufen und wir sind schon auf das Ergebnis gespannt…

Sandra Distler mit der Garten AG

Bewegte Pause

In diesem Schuljahr konnte die Bewegte Pause an unserer Schule wieder voll durchstarten. Unsere mobilen „Bewegte Pause Kisten“, die kleinere Spielgeräte für die Klassenzimmer enthielten, durften ins Lager zurück und die inzwischen angestaubten Schläger und Bälle warteten auf ihren Einsatz an der frischen Luft.

Schnell fand sich auch wieder ein Team, das nach einer kurzen Einarbeitungsphase die Ausleihe in den Pausen übernahm und sich um Ordnung im Häuschen kümmerte. Vielen Dank an dieser Stelle für euren zuverlässigen Einsatz!

Das Bewegte – Pause – Team 2021/22:

Klasse 7d:

Jannik Gottschalk, Aaron Jaster, Johanna Decher, Marie Bavendiek, Ella Gailus, Vanessa Kupper, Mila Stark, Andi Lorenz, Alina Dumhard

Klasse 8a:

Guila Pavel, Simone Riedel

Klasse 8b:

Amelie Pickel, Mia Stiegler, Julian Mayerhofer

Bald wurde klar, dass sich die SchülerInnen nach Bewegung sehnten, denn sogar in den kalten Wintermonaten, in denen unser Spiele-Pausenhof sonst eher spärlich besucht war, erfreute sich die Bewegte Pause großer Beliebtheit. Stammspieler belagerten die beiden Tischtenniplatten, für das große Tennismatch gegen die Hauswand wurden neue Regeln aufgestellt und sogar eine kleine Fußballgruppe haben wir vorübergehend geduldet, da das turbulente Spiel normalerweise aus Verletzungsgründen verboten ist.

Auch die SchülerInnen der 6. Klassen kamen nun in den Genuss von Jonglier- und Geschicklichkeitsspielen, da sie die Bewegte Pause ja nur vom Hörensagen kannten. Ganz bewusst nutzten die Lehrkräfte in anfallenden Vertretungsstunden oder auch an besonders warmen Tagen die Möglichkeit der Bewegung im Schatten. Bei einer Partie Schach oder Vier-Gewinnt lässt es sich herrlich entspannen.

Ganz besonders freuen wir uns über eine größere Spende, die uns im Rahmen der Aktion WirWunder in Zusammenarbeit mit den Sparkassen, erreichte. So werden uns für das neue Schuljahr Reparaturen und Neuanschaffungen ermöglicht. Ein herzliches Dankeschön an alle Spender!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Team der Bewegten Pause

Sandra Distler

Susanne Donhauser

 

Was hat dein Handy mit Afrika zu tun?

Ein ganz schön provozierender Satz für Schüler und Schülerinnen einer 7. Klasse. So beginnt ein Artikel in der Hersbrucker Zeitung*, den wir im Geographieunterricht gelesen haben. Er berichtet von einem Mädchen, das mit unserem Elektroschrott ein wenig Geld verdient. Die Arbeit ist sehr gefährlich, wie wir lesen konnten, denn in Accra, der Hauptstadt von Ghana, liegt die größte Elektroschrott-Müllkippe Afrikas. Kinder und Jugendliche verbrennen hier unsere alten Handys, um an das noch verwertbare Metall zu kommen. Dass der Elektroschrott hochgiftig ist, ist für sie nebensächlich.

Doch selbst bei der Herstellung von Smartphones müssen Kinder täglich 12 Stunden in Minen in der Demokratischen Republik Kongo mitarbeiten, um die wertvollen Bodenschätze wie Coltan oder Tantal zu gewinnen. Das Land liegt übrigens im tropischen Regenwald. Bei der weiteren Recherche zu diesem Thema (www.abenteuer-regenwald.de/bedrohungen/handy) stießen wir auf weitere erschreckende Informationen. Dabei hat uns die Zahl 206 ganz schön zum Nachdenken gebracht, denn geschätzte 206 Millionen Althandys liegen ungenutzt in deutschen Schubladen herum.

Gerade diese Handys könnten sinnvoll wiederverwendet werden, denn ihn ihnen steckt sozusagen nicht nur bares Gold … Bodenschätze, die mühsam gewonnen wurden und dringend gebraucht werden, um neue Elektrogeräte herzustellen.

Was also tun?

Die Idee einer Sammelaktion in der Schule war geboren, die wir nun gründlich vorbereiten mussten. Informationen sammeln, aktiv werden und Fragen klären, z.B. Wohin schicken wir unsere Handys? Wie erreichen wir unsere MitschülerInnen? Wo sollte die Sammelkiste stehen?

Wir schließen uns nun der bayernweiten Sammelaktion „Die Handyaktion Bayern“ an, deren Ziel es ist, am bayerischen Kirchentag am Pfingstmontag den evangelischen Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm mit alten, kaputten Handys aufzuwiegen. Dazu sind mehr als 1000 Handys nötig, die dann in Kooperation mit der Telekom fachgerecht recycelt oder dem Secondhand-Markt zugeführt werden. Nähere Informationen findest du unter www.handyaktion-bayern.de.

Um unsere MitschülerInnen zu erreichen, haben wir eigene Aufrufe gestaltet und sie im Schulhaus ausgehängt.

(Bilder der Aufrufe)

Mach auch du mit! 

  • In deiner Schublade liegt bestimmt ein altes Handy, das du nicht mehr nutzt.
  • Entferne den Akku und die Speicherkarte!
  • Bringe es bis zum 10. Mai 22 ins Sekretariat, dort steht unsere Sammelbox!

Und was kannst du in Zukunft tun?

  • Kaufe ein Smartphone, das du selbst reparieren kannst, z.B. ein „Fairphone“oder „Shiftphone“.
  • Nutze dein Mobilphone so lange wie möglich, es muss nicht immer das neuste Modell sein, das auf den Markt kommt.
  • Wenn das Handy kaputt ist, dann lass es reparieren.
  • Verschenke oder verkaufe dein altes Smartphone, gib es beim Händler zurück oder nutze derartige Sammelaktionen, damit trägst du zum Schutz der Regenwälder bei.

Klassen 7b und 7d

Susanne Donhauser

*Zeitungsartikel: Nürnberger Nachrichten, 23.01.2021

France Mobil

Donnerstag, 17.02.2022, je ca. 25 Schüler*innen einer 6. Klasse sitzen entspannt im Kreis in einem Klassenzimmer, sprechen Französisch und verstehen das auch noch?? Das schafft Anaïs Boulourd vom „FranceMobil“. Mit viel Spaß und noch mehr Einfühlungsvermögen bringt sie den 6. Klassen die französische Sprache und Kultur näher.

Der Grund: Die Schüler*inne stehen kurz vor der Wahl einer Wahlpflichtfächergruppe und Französisch – ein mögliches Wahlpflichtfach – ist den meisten doch etwas fremd.

Anaïs weiß genau was sie tut. Sie tourt mittlerweile seit fast 6 Monaten durch ganz Nordbayern und stellt an interessierten Schulen, im Auftrag der Französischen Botschaft und anderer namhafter Sponsoren wie dem Klett-Verlag oder der Bosch-Stiftung, die französische Sprache und Kultur vor. Die gebürtige Französin macht dies mit viel Leidenschaft und Humor.

Durch die ungewöhnlichen, aber sehr motivierenden Spielformen bringt die Lektorin die Kinder dazu, die französische Sprache fast selbstverständlich zu verwenden und so das Interesse zu wecken und die Angst vor dieser „schwierigen“ Sprache zu nehmen. Die Kinder sind begeistert und arbeiten mit Feuereifer sowie ganzem Körpereinsatz. Anaïs nutzt die natürliche Neugier der Kinder, ohne eine erzwungene Lernatmosphäre zu schaffen. Die Kinder lernen „ohne es zu merken“:

Sie hören z.B. Wörter aus französischen Liedern heraus oder duellieren sich bei der Wörtersuche.

Anaïs führt die Schüler*innen auf spielerische und ungezwungene Art und Weise in die französische Welt ein; die Kinder haben die Möglichkeit, Französisch losgelöst vom Schulalltag zu sehen und sich unvoreingenommen für diese Sprache zu entscheiden oder nicht. Er ist nicht nur ein „Schulfach“, sondern auch ein Stück Kultur.

Der Tag vergeht wie im Flug und als das „FranceMobil“ vom Hof fährt verabschieden sich manche vielleicht mit „Au revoir“

Carola Müller